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Kategorien : Gedichte: Knochenhand und Kranke Liebe
Der Marktplatz
Auf steinernden Feld weht der bunter Wind der Gesichter.
Ein Zinngott richtet sein Auge
gegen das Haus der blauen Blätter aus Goldstaub
Männer in schwarzen Anzügen gehen stumm an Heimlosen vorbei.
Stilles Schweigen
einer anderen Welt
Paare treffen sich
Lieben sich
Trennen sich
Der ewige Kreis aus Liebe und Knochenhand
aus Bluttanz und Permafrost
Es ist das Elixier des ewigen Kommen und Gehens
auf diesen steinernden Feld
unter den Zinngott
bolle_b am 08. Januar 13
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Aufruf
Lass den Schnee aus den Himmel schweben.
Bedecke die Asche mit den Eis einer rotbebenden Stunde
Bin ich die Sonne so wogen Tulpenhaine über deinen Land der Vanitas
Doch wär ich der Mond,
so bleibst du, mein Schlaftrunk, dieser Stunde gewahr:
Der Liebe aus schwarzem Dampf
bolle_b am 08. Januar 13
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Schuld und Schuldigkeit
Drone von Tausend Zweifeln
Schwandrone von riesigen Feuervögeln
Sie vertilgen die Frucht deines Bluttakts
Und sie trinken dein Leid
und sie ernten deine Hoffnung
Du schimpfst mich den Herrn der Feuervögel
Schuld und Schuldigkeit
Die Frucht deines Bluttakts
Dein Kommen ist mein Menetekel
Dein Schoß wird meine Laubhütte
Dein Atem speist mein Regen
Dein Hoffen ist mein Leid
Wie der Sagenvogel kehre ich aus deiner Asche zurück
und trinke tausend Zweifel
aus deinen Blut
So zerschlage mich mit deinen Eisenkrallen
voller Tränen eines Lautenspiels
der besseren
der Wolkenliebe
bolle_b am 08. Januar 13
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Im Stadtwald
Kühler Hauch des Reinen.
Portal zur Ur- und Echtzeit.
Zur animalischen, animalistischen Echtheit.
Dächer aus grünen Glühen.
Tiefer Wald,
du gibst mir die Salbe aus schwereloser Freiheit
die mir im Beton- und Lärmkarussell
der Krakenstadt so oft verwährt blieb.
In deinen Bauch werde ich zum Vor-Ich,
dass sich durch die Milch deiner warmen Isoliertheit nährt,
und mit den allgegenwärtigen Atem
deiner Ymirtracht zudeckt
Diesen Momenten gehört mein letzter Tropfen.
Menschsein,
Menschbleiben,
Menschwerden!
bolle_b am 08. Januar 13
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Liebesgedicht im März
In der Muschel am Boden des Salzsees
liegt der Orkan aus geschmolzenen Silber
In unseren Blick formt sich,
aus den Magnetismus des Diesseits,
ein Strudel aus elektrischer Fleischlichkeit,
der wie ein Orkan in unser Jetzt stößt,
uns Angst einflößt,
uns ganz abstößt,
Aber tröstet er uns?
Löst er uns in uranische Momente?
Erkennt die Wiese aus Ähren den heranbrechenden Wind?
Nein.
Denn das Kind unserer Geister ist keine törichte Liebe.
Kein lächerlicher Drang
nach der Brise des physischen Verwachsens.
Nichts flaute ab, seit ich dir in die Augen glitt,
unfähig aus deren Mangrovensumpf zu entfliehen.
Wozu auch?
Deine Milch nährt mich
Ich gehe aus den Sumpf dicht über einen Steinpfad zu einer Oase.
Ich sehe die Wüste
Jetzt kenne ich die Antwort auf unsere Frage
Unsere Blicke sehnen sich nach der Unendlichkeit von Sternenhimmeln.
Wir schmiegen einander an,
weil wir ohne unsere Wärme in dieser Eiswelt erfrieren würden.
Unser Korybantentanz ist also der Durst und die Sucht
eines Glühwurmreigens
in sommernächtlichen Rosenwolken
bolle_b am 08. Januar 13
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